Im Jänner hat Bettina Emmerling, Vizebürgermeisterin und Bildungsstadträtin der Stadt Wien, im Education Lab ihre Grundsatzrede „Kindergarten neu denken“ gehalten. Für uns war dieser Termin mehr als ein Programmpunkt: Er war ein starkes Signal dafür, dass das Education Lab als offener Ort für Austausch, gemeinsames Weiterdenken und Innovation im Bildungsbereich wahrgenommen wird.
Im Anschluss an die Rede haben wir eine Umfrage an die Teilnehmenden ausgeschickt, die neben mehreren praxisnahen Einschätzungsfragen auch eine offene Frage beinhaltete. Uns ging es vor allem darum, Rückmeldungen aus dem Alltag zu sammeln, die Impulse der Rede aufzugreifen und besser zu verstehen, wo aus Sicht der Beteiligten aktuell der größte Verbesserungsbedarf liegt. Auf diese Weise wurden Stimmen aus unterschiedlichen Perspektiven sichtbar und es zeigte sich, wo aktuell der größte Handlungsbedarf gesehen wird.
Wer hat teilgenommen und aus welcher Perspektive?
An der Umfrage haben über 160 Personen teilgenommen, deren Rückmeldungen ein breites Spektrum an Perspektiven abbilden:
Diese Vielfalt war uns besonders wichtig, weil nachhaltige Weiterentwicklung nur durch das Zusammenführen unterschiedlicher Erfahrungen, Perspektiven und Blickwinkel gelingt.
Wie wird der Status quo eingeschätzt?
Die Elementarbildung in Wien wird überwiegend als teilweise zeitgemäß wahrgenommen (rund 45 % der Befragten). Gleichzeitig zeigt sich deutlich: Mehr als ein Drittel (rund 38 %) sieht sie eher nicht oder nicht zeitgemäß aufgestellt. Nur etwa 16 % bewerten sie als (sehr) zeitgemäß.
Das unterstreicht, dass Reformdiskussionen nicht abstrakt sind, sondern an reale Erfahrungen im Alltag anknüpfen. Im Education Lab verstehen wir das als Einladung, genau diese Perspektiven zusammenzubringen und in den Dialog zu übersetzen.
Wo der größte Entwicklungsbedarf gesehen wird
Über alle Gruppen hinweg kristallisieren sich klare Schwerpunkte heraus:
Diese Themen sind nicht neu, aber die Deutlichkeit, mit der sie genannt werden, zeigt, wie dringend konkrete Verbesserungen erlebt werden.
Was den Arbeitsalltag spürbar erleichtern würde
Auch bei den vorgeschlagenen Maßnahmen ist das Bild konsistent:
Hier geht es weniger um Einzelmaßnahmen als um strukturelle Rahmenbedingungen, die Qualität ermöglichen und Fachkräfte im System halten.
Die offene Frage: Was wirklich verändern würde
In den freien Antworten wiederholen sich vor allem drei Anliegen: mehr Personal, bessere Betreuungsschlüssel und ein höherer gesellschaftlicher Stellenwert der Elementarbildung.
Diese Rückmeldungen verdeutlichen, dass Reformen aus Sicht der Praxis nur dann wirken, wenn sie mit ausreichenden Ressourcen, Anerkennung und spürbaren Entlastungen verbunden sind.
Für uns als Education Lab sind diese Ergebnisse Bestätigung und Auftrag zugleich. Bestätigung, weil sich zeigt: Es braucht Räume, in denen Praxis, Politik, Verwaltung und Bildungsinitiativen auf Augenhöhe ins Gespräch kommen, jenseits bestehender Zugehörigkeiten, Routinen oder institutionellen Logiken. Genau dafür wurde das Education Lab geschaffen.
Auftrag, weil wir unsere Rolle darin weiter schärfen:
Dass die Vizebürgermeisterin und Bildungsstadträtin ihre Grundsatzrede bewusst hier gehalten hat, verstehen wir als Wertschätzung dieser Rolle und als Einladung, diesen Dialog fortzusetzen.
Die Umfrage zeigt klar: Viele der angesprochenen Herausforderungen lassen sich nicht „von oben“ lösen. Sie brauchen Austausch, Pilotprojekte, neue Formen der Zusammenarbeit und Orte, an denen man gemeinsam an Lösungen arbeitet. Genau hier sehen wir unsere Aufgabe im Education Lab, heute und in Zukunft.
Die Ergebnisse sind auch hier zu finden.
Bei uns ist alles in Bewegung! Wir halten dich mit unserem Newsletter über neue Angebote und spannende Veranstaltungen am Laufenden. Melde dich an, um nichts zu verpassen!
Um Ihnen optimale Erlebnisse zu bieten, verwenden wir Technologien wie Cookies, um Geräteinformationen zu speichern und/oder darauf zuzugreifen. Die Zustimmung zu diesen Technologien ermöglicht uns die Verarbeitung von Daten wie Surfverhalten oder eindeutigen IDs auf dieser Website. Die Nichteinwilligung oder der Widerruf der Einwilligung kann bestimmte Funktionen beeinträchtigen.